Zahnarzt Dr. med. dent. Jens Riefenstahl   Tel.: 05744 1030  


 


Oralia-Laser in unserer Praxis

Laser sind in der Zahnmedizin vielseitig einsetzbar: Gewebe schneiden, Bakterien im Zahn oder in der Zahnfleischtasche verdampfen, blutende Gefäße verschließen, die Wundheilung beschleunigen, Schmerzen lindern, Zahnaufhellung beschleunigen, Akupunturpunkte triggern, Schwellungen reduzieren, Entzündungen bekämpfen und Vieles mehr.


Laser in der Parodontologie

Seit einigen Jahren bereits wissen viele Patienten den Dentallaser besonders bei der Parodontitis-Behandlung zu schätzen. In jedem Stadium der Erkrankung lassen sich durch seinen Einsatz Ergebnisse erzielen, die eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringen: Die Gründe für die Erfolge dieser Methode liegen vor allem darin, dass ein Laser nicht mit einem konstanten Lichtstrahl arbeitet, sondern Lichtimpulse aussendet, die zu kurz sind, um von den Nerven wahrgenommen zu werden und Schmerzen zu verursachen.

Der Laser verdampft das kranke, entzündete Gewebe und tötet alle Keime ab. Die betroffenen Zahnfleischtaschen können nahezu keimfrei gemacht werden, so dass die Entzündung nicht weiter voranschreiten kann. Die Wundflächen sind nach der Behandlung sauber und heilen wesentlich schneller ab. Dem Patienten bleiben Skalpellschnitte und starkes Bluten erspart.

Der Nutzen, den die Laser-Therapie für den Patienten mit sich bringt, liegt auf der Hand: Weniger Behandlungstermine, ein verkürzter Heilungsverlauf und reduzierte Wundschmerzen. Durch den Einsatz des Lasers wird eine sanfte, nahezu schmerzfreie Behandlung möglich, die in der Regel eine deutliche Verbesserung der Erkrankung gewährleistet.

Dies bedeutet für Sie als Patient:

  • Im Gegensatz zur konventionellen Behandlung kann mittels Laser die entzündete Zahnfleischtasche von entzündungsverursachenden Keimen deutlich effektiver befreit werden (=Taschen-Dekontamination) . Eine solchermaßen durchgeführte Behandlung führt in der Regel selbst in den Fällen zu sehr guten Erfolgen, in denen man nach alter Vorgehensweise als Zahnarzt geneigt wäre, die Parodontaltasche chirurgisch zu eröffnen.

  • Dadurch kann in vielen Fällen auf das Eröffnen und Einkürzen des Zahnfleisches verzichtet werden bzw. der Umfang der Kürzung fällt wesentlich geringer aus. Folglich entfällt in vielen Bereichen die sonst übliche Naht.

  • Beim Durchfahren der Zahnfleischtasche mit dem nur 0,2 mm dünnen Lichtleiter werden kleinste Blutgefäße verschlossen, sodass die Blutungserscheinungen deutlich verringert werden. Die Blutungen kommen schneller zum Stillstand.

  • Darüber hinaus vermag das Laserlicht die Wurzeloberfläche der Zähne von Erregern zu befreien und gleichzeitig das Hartgewebe des Zahnes zu verdichten (=Wurzelzement-Mineralisation).

  • Das Gewebe wird während der Behandlung weniger traumatisiert, weshalb die Wundheilung schneller ist und mit weniger postoperativen Beschwerden einhergeht.

  • Die Reinigung der Zahnzwischenräume kann in der Regel auf Grund der geringeren Abheilungsbeschwerden ein bis zwei Tage nach der Behandlung wieder durchgeführt werden.

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    Durch die geringinvasive Behandlungsmethodik schrumpft der Zahnfleischrand nicht so stark wie bei der konventionellen Behandlung. Die Zahnhälse kommen deshalb nicht so stark zum Vorschein.

Laser in der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung)

Die Problematik der Endodontie läßt sich auf den bakteriell infizierten Wurzelkanal reduzieren. In dem morphologisch kompliziert gestalteten Wurzelkanalsystem mit häufig vorkommenden akzessorischen Kanälen, Seitenkanälen und Dentintubuli finden die Bakterien ein optimales Refugium. Diese Bereiche sind mit den klassischen Möglichkeiten der Endodontie, wie mechanische Aufbereitung und Spülung mit chemischen Desinfektionen, nur schwierig oder gar nicht zugänglich. Eine unvollständige Entfernung von organischen Material und Bakterien ist der Hauptgrund für einen Behandlungsmisserfolg.

Als Folge sind apikale Knochenresorptionen, apikale Granulome oder apikale Zystenbildung möglich. An dieser Stelle kann der Laser als unterstützende Maßnahme Anwendung finden. Nach konventioneller Aufbereitung des Wurzelkanals mit mechanischen Instrumenten kann die nachgewiesene bakterizide Wirkung des Lasers im Wurzelkanal ausgenutzt werden. Diese beruht auf einer direkten zerstörenden Wirkung des Lichts bei Absorption durch die Bakterien oder einer thermisch denaturierenden Wirkung.

Der Vorteil des Lasers gegenüber klassischen Spüllösungen beruht auf einer Durchdringungsmöglichkeit des energiereichen Lichts bis in tiefere Schichten des Wurzelkanaldentins. Auch in 1000 μm Tiefe konnte noch eine bakterizide Wirkung nachgewiesen werden. Chemische Spüllösungen wirken nur bis ca. 100 μm Tiefe.

Dies bedeutet für Sie als Patient:

  • Zeitersparnis: Ein mit dem Laser behandelter Kanal kann oft in einer oder sehr wenigen Sitzungen abschließend behandelt werden.

  • Die Sicherheit in Bezug auf die Verhinderung einer Entzündungsausweitung in der Wurzelumgebung ist enorm erhöht.

  • Selbst in schwierigen Fällen, in denen die herkömmlichen Methoden versagen, führt eine Behandlung mit dem Laser in den meisten Fällen noch zum Erfolg (=Kostenersparnis, da Zahnverlust in der Folge teuren Zahnersatz erfordert).

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    Der sonst übliche chirurgische Eingriff (Wurzelspitzenresektion) bei Granulombildung kann durch den Lasereinsatz vermieden werden.



Parodontalbehandlung / Wurzelbehandlung  "Photodynamische Therapie"

Die antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT) ist ein schonendes Verfahren, bei dem Keime - zum Beispiel in Zahnfleischtaschen oder auch im Zahn - mittels eines Laser-aktivierbaren Farbstoffs zerstört werden. Dabei wird das gesunde Gewebe geschont und es entstehen auch keine systemischen Nebeneffekte, wie sie zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika entstehen können.

Eingesetzt wird die Photodynamische Therapie bei parodontalen, periimplantären, endodontischen und sonstigen oberflächlichen Entzündungen.

Der Farbstoff wird dorthin gebracht, wo sich die Keime befinden - zum Beispiel in die Zahnfleischtasche oder in den Zahn. Dort lässt man den Farbstoff kurz einwirken, sich also mit den Keimen verbinden. Der überschüssige Farbstoff wird aus- bzw. abgespült.

Nun wird der Laser verwendet, um den Farbstoff zu bestrahlen. Diese Bestrahlung ist komplett schmerzfrei, da hierfür schon ein sehr sanftes Laserlicht ausreicht. Durch die Bestrahlung bildet der Farbstoffs reaktiven Sauerstoff, der die Keime - beziehungsweise deren Hüllen/Membrane - zerstört, so dass das Bakterium zerplatzt und die Reste dann vom Körper "entsorgt" werden.

Darüber hinaus bewirkt die nicht in dem Farbstoff absorbierte, sanfte Laser-Energie mit einem photobiologischen Effekt eine Heilungsunterstützung - gleichzeitig zur Bakterienreduktion.



Laser-Chirurgie

Chirurgische Eingriffe an Weichgeweben der Mundhöhle werden immer dann notwendig, wenn durch akute entzündliche Prozesse oder durch chronische Reize Gewebeüberschussbildungen hervorgerufen werden, zum Beispiele Weichteilabszesse, Fibrome, die Epulis oder Zahnfleischhyperplasien.

Konventionell wird nach Anästhesie das betroffene Gewebe mit dem Skalpell herausgeschnitten. Anschließend werden die Wundränder mit Nähten fixiert und die Blutung durch einen Kompressionsverband zum Stillstand gebracht.

Durch Einsatz des Lasers ist es möglich, eine Reihe chirurgischer Eingriffe angenehmer, schneller und sicherer durchzuführen.

Durch Umwandlung des Laserlichtes im Gewebe wird das Weichgewebe punktuell verdampft. Gleichzeitig kommt es zum Verschluss eröffneter Blutgefäße (=Koagulation). Eine Blutung bleibt daher aus. Aus diesem Grund kann deshalb in den meisten Fällen auf eine Wundversorgung mit Nähten und auf einen Kompressionsverband verzichtet werden. Zudem wird die Wundoberfläche durch die Wirkung des Laserlichtes sterilisiert. Häufig bildet sich auf der Wundfläche ein weißlich aussehender Fibrinbelag, der als körpereigenes "Wundpflaster" zu verstehen ist. Dieser sollte auch nicht entfernt werden. Er verschwindet nach Abschluss der Wundheilung von selbst. Bei der Laserchirurgie benötigt man außerdem nur halb so viel Betäubungsmittel wie bei der konventionellen Behandlung mit dem Skalpell.

Für Sie als Patient bedeutet dies:

  • Während und nach der Operation sind Blutungen auf ein Minimum reduziert oder treten überhaupt nicht auf.

  • Die Wundheilung ist weniger gestört, weil Blutgefäße verschlossen werden und die Wundoberfläche sterilisiert wird. Außerdem entfallen störende Reize der sonst notwendigen Nähte.

  • Die Entfernung von Nähten in einer Folgesitzung entfällt.


  • Wundheilung ohne Schmerzen und ohne Narbenbildung


HERPES-Behandlung

Der Herpes labialis ist eine häufig wiederkehrende Schleimhauterkrankung. Etwa 16-45% der Bevölkerung sind mit dem Herpes-simplex-virus 1 (HSV1) infiziert. Viele der latenten Virusträger leiden unter häufige wiederkehrenden Schleimhaut- oder Hautveränderungen (=Effloreszenz). Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass im Zusammenhang mit der Effloreszenz (gruppiert stehende Bläschen auf gerötetem Grund) ein äußerst unangenehmes Hautjucken oder -brennen auftritt. Nach Aufplatzen der Bläschen trocknen diese langsam aus und heilen i.d.R. nach ca. 3 Wochen ab. Das Sekret der Bläschen ist extrem mit Herpesviren verseucht und damit höchst infektiös.

Zur Behandlung werden konventionell antivirale Medikamente eingesetzt. Jedoch hat sich gezeigt, dass zunehmend virustatika-resistente HSV-Stämme existieren, bei denen diese Salben keine Wirkung mehr zeigen.

Der Einsatz des Lasers bei der Behandlung von Herpes und Aphthen liegt in der Zerstörung der in der Hauterscheinung (Primäreffloreszenz) gelegenen Krankheitserreger (beim Herpes der HSV1-Virus) . Das betreffende Schleimhautareal wird dazu mit dem Laserlicht bestrahlt und damit die in der Wundoberfläche befindlichen Keime abgetötet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass durch den Lasereinsatz die Abheilungsphase verkürzt wird und die Tendenz zum erneuten Auftreten der Erkrankung (=Rezidiv) auf dem laserbehandelten Schleimhautareal vermindert ist. Die bestrahlte Wundoberfläche ist unmittelbar nach der Behandlung gegenüber äußeren Reizen weniger empfindlich, was die subjektiven Schmerzbeschwerden unmittelbar vermindert.

Dies bedeutet für Sie als Patient:

  • Die Efflorereszenz heilt durch Laserbestrahlung deutlich schneller ab, als bei konventioneller Behandlung.
  • Die Behandlung erfolgt berührungsfrei und ohne Schmerzen.
  • Ein ständiges Auftragen von Salben ist nicht erforderlich.
  • Wundheilung ohne Schmerzen und ohne Narbenbildung.
  • Verminderte Rezidivneigung im bestrahlten Behandlungsbereich.



Laser in der Schmerztherapie

findet bei der Nachbehandlung von Extraktionswunden (Dolor post extractionem, dry socket), rezidivierenden Prothesendruckstellen, Aphthen und überempfindlichen Zahnhälsen seine Anwendung.


Laser zur Desinfektion

wird beim Einsatz von Fissurenversiegelungen z. Bsp.verwendetum eine maximale Keimfreiheit in den tiefen und englumigen Zahnfissuren zu erzielen. Ebenfalls kann man die Kavität vor der der Füllungstherapiedamit desinfizieren, wodurch das Risiko der Sekundärkaries erheblich reduziert wird.

 

Laser zum Bleaching

in der ästhetischen Zahnheilkunde benutzt man den Laser beim Bleaching, durch die gepulste Lichtenergie bekommt man beim Bleaching bessere, hellere und nachhaltigere Ergebnisse.